Bandsägebox Teil 3

Heute dann der kniffelige Teil des Projektes. Ich sägte unten rechts in den Holzblock, damit ich gleich ohne Kurve reinsägen kann und damit ich den Spalt später besser zusammenkleben kann. Den ersten Radius kriegte ich schon nicht richtig hin. Die Gerade ging dann so einigermaßen, um dann den dritten Radius total zu verpassen. Da ich das Werkstück nicht noch mehr drehen wollte, damit das Sägeband nicht kaputt geht, kam ich zu nah nach außen. Den letzten Radius bekam ich ganz gut hin, jedoch verlief dann die letzte Gerade total. So ein Mist. Aber egal, das Dingen ist ja ein „Kunstobjekt“ und muss daher keinen Regeln entsprechen. :-)))
Bei der Zweiten fing es gut an, bekam dann Probleme beim ersten Radius, und oben kam ich dann voll aus der Spur. Das Sägeblatt war oben aus der Führung gesprungen und ich drückte es wieder in die Spur. Den letzten Radius zum Ausgang verpasste ich dann auch noch, so dass die Schublade nun eine kleine Nase hat. Grrr. So hatte ich mir das nicht vorgestellt…

Dann ging ich in den Werkraum und leimte den Korpus wieder zusammen. Ich dachte mir, es ist besser, wenn ich die ausgesägten Stücke wieder einlege, damit ich den hohlen Korpus nicht beim Verleimen zusammendrücke. Ich drückte noch ein Stückchen Blisterfolie unter den zweiten Einschnitt zwischen der Schublade und dem Korpus, damit ein wenig Druck auf die Stelle erfolgt. Mit dem Plastikstreifen hatte ich auch den Leim im Spalt verteilt. Im Nachhinein war das aber keine gute Idee, die ausgesägten Schubladen in den hohlen Korpus zu legen, da der Leim die Schubladen an den Klebestellen mit verklebt hatte. So hatte ich nach der Trockenzeit von 3 Stunden auch meine Mühe, die Schubladenrohlinge wieder aus dem Korpus heraus zu kriegen. Grrr.

Den Korpus schliff ich dann mittels allen möglichen Schleifmaschinen, Schleifklötzen und -schwämmen glatt und leimte anschließend die Rückwand wieder auf.

Dann wieder rüber in den Maschinenraum und dort auf der Bandsäge die Schubladen Vorder- und Rückseiten abgesägt. Vorher korrigierte ich noch mal die Sägeblatteinstellungen, hatte aber wohl etwas übersehen. Obwohl am Parralelanschlag geführt, verlief plötzlich das Band total und ich sägte eine Front fast total kaputt. Ich entdeckte, dass sich die linke Rändelmutter, die die Rollenführung einstellt, sich gelöst hatte und so das Sägeblatt total verlaufen war. Mega-Grrrrrr.

Dann zeichnete ich grob das Schubladen-Innere an und sägte es stückchenweise aus den Rohlingen aus. Dann wieder schleifen, schleifen, schleifen und Verleimen der Front- und Rückplatten. Morgen geht es weiter.

01_erste_schublade_gesaegt
Ziel knapp verfehlt
02_erste_schublade_gesaegt
Passt doch, symmetrisch kann jeder…
03_zweite_schublade_gesaegt
Da habe ich die Kurve(n) nicht gekriegt…
04_beide_schubladen_gesaegt
Naja, ist halt ein Kunstobjekt…
05_korpus_einschnitte_verleimt
Böser Fehler, die Schubladenrohlinge wieder einzusetzen…
06_korpus_fertig_verleimt
Hab‘ sie aber zerstörungsfrei wieder herausbekommen
07_korpus_innenschliff
Innenräume schleifen
08_korpus_rueckwand_verleimt
Korpus-Rückwand wieder anleimen
09_schubladenwaende_abgesaegt
Die letzte Frontwand hat’s erwischt. Hätte das nicht eine Rückwand sein können? 😉
10_schublade1_verleimt
Schubladenfront und -rückwand werden wieder verleimt
11_schublade2_verleimt
Zweite Schubladenverleimung
12_korpus_fertig_verleimt
Rückwand wieder mit Korpus vereint
13_passtest
Probesitz
14_schublade_geschliffen
Schublade geschliffen